Ihr erster Tag in Gröden gibt den Rhythmus für den gesamten Urlaub vor. Sie haben im Grunde zwei Möglichkeiten für den Auftakt: Hinauf auf die Seceda (2.518 m) für sonnige Panoramen und lange Genussabfahrten, oder den Ciampinoi (2.254 m) für Weltcup-Gelände und direkten Sellaronda-Zugang in Angriff nehmen.
Die kurze Antwort
Wählen Sie die Seceda, wenn: Sie ein fortgeschrittener Skifahrer sind, der lange, breite Carving-Pisten liebt und den Urlaub entspannt mit einer atemberaubenden Landschaft beginnen möchte.
Wählen Sie den Ciampinoi, wenn: Sie ein sportlicher Skifahrer sind, der seine Beine auf steilen schwarzen Pisten testen möchte oder sofort in die Sellaronda-Runde einsteigen will.
Seceda: Der Panorama-Gigant
Die Seceda ist das wohl am meisten fotografierte Bergmassiv in den Dolomiten. Erreichbar über die Seilbahn vom Zentrum St. Ulrichs (oder die Col Raiser Bahn von St. Christina), fühlt sie sich an wie ein eigenes Königreich hoch über dem Tal.
Die Atmosphäre: Weite, sonnenüberflutete Almwiesen mit den zackigen Geislerspitzen, die im Hintergrund aufragen. Die Stimmung ist entspannt und landschaftlich reizvoll. Hier geht es nicht darum, wie viele Runden Sie drehen – es geht um die Reise talwärts.
Seceda Seilbahn
StandardSt. Ulrich
Wichtige Pisten
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La Longia: Die Hauptattraktion. Mit 10,5 km Länge und 1.283 m Höhenunterschied führt sie vom Gipfel bis hinunter nach St. Ulrich. Diese rote Piste fühlt sich an wie eine endlose Reise durch Canyons und vorbei an gefrorenen Wasserfällen.
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Gardenissima: Eine über 6 km lange rote Piste Richtung St. Christina. Sie ist bekannt als Austragungsort des längsten Riesentorlaufs der Welt und bietet breites Carving-Gelände – perfekt, um sich wieder ans Skifahren zu gewöhnen.
Die Seceda ist nach Süden ausgerichtet und damit die perfekte Wahl für die Morgensonne – besonders im Dezember und Januar, wenn das Tal noch im Schatten liegt. Das Licht auf den Geislerspitzen vor 10:00 Uhr ist spektakulär für Fotos.
Ciampinoi: Das Tor zur Sellaronda
Der Ciampinoi erhebt sich direkt über Wolkenstein auf 2.254 m und ist das pulsierende Herz des Grödner Skigebiets. Er ist der zentrale Knotenpunkt zur Sellaronda (sowohl grüne als auch orange Richtung), was ihn zu einem geschäftigen Drehkreuz für ambitionierte Skifahrer macht.
Die Atmosphäre: Energiegeladen und technisch. Hier ziehen die Sellaronda-Fahrer durch und hier trainieren die Weltcup-Rennläufer. Die Pisten sind steiler, härter und voller als auf der Seceda.
Ciampinoi Gondelbahn
StandardWolkenstein
Wichtige Pisten
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Saslong: Die legendäre Weltcup-Abfahrt, die 839 m auf 3,4 km überwindet. Auch wenn Sie kein Rennen fahren: Die berühmten „Kamelbuckel“ sind ein Test für die Nerven.
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Ciampinoi 3: Eine technische schwarze Piste, auf der 1970 die Riesenslalom-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde. Nachmittags wird sie oft eisig – ein echter Test für die Kantenkontrolle.
Der Ciampinoi ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. An der Gondelbahn in Wolkenstein können sich zwischen 09:30 und 11:00 Uhr lange Schlangen bilden, wenn die Sellaronda-Skifahrer durchziehen. Seien Sie vor 09:00 Uhr dort, um den Ansturm zu vermeiden.
Schneller Vergleich
| Merkmal | Seceda | Ciampinoi |
|---|---|---|
| Gipfelhöhe | 2.518 m | 2.254 m |
| Hauptschwierigkeit | Rot (Mittel) | Schwarz (Expert) |
| Längste Piste | La Longia (10,5 km) | Saslong (3,4 km) |
| Sellaronda-Zugang | Nein (Transfer nötig) | Direkter Zugang |
| Ideal für | Landschaft & Genuss | Steilheit & Sellaronda |
| Andrang | Mäßig | Hoch (Hauptknotenpunkt) |
| Bedingungen am Nachmittag | Kann eisig werden (unten Nordseite) | Weicherer Schnee (sonnige untere Hänge) |
Unsere Empfehlung
Wenn dies Ihr allerester Tag der Reise ist, empfehlen wir den Start auf der Seceda. Die breiten Hänge erlauben es Ihnen, Ihre Technik aufzuwärmen, ohne den Druck steiler, überfüllter Engstellen. Zudem ist der Blick auf die Geislerspitzen das perfekte Willkommen in den Dolomiten.
Heben Sie sich den Ciampinoi für den zweiten Tag auf, wenn Ihre Beine bereit für den Höhenunterschied der Saslong und die Distanz der Sellaronda sind.
Geheimtipp vom Einheimischen: Wenn Sie ein verstecktes Juwel suchen, ist die Piste, die vom Col Raiser nach St. Christina hinunterführt, oft übersehen, bietet aber hervorragendes Skifahren abseits des Hauptverkehrs. Es ist das perfekte Aufwärmen, bevor Sie sich an die volle La Longia-Abfahrt wagen.